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Ostbücher > Ankunft - Alltag - Ausreise


Ankunft - Alltag - Ausreise. Migration und interkulturelle Begegnung in der DDR-Gesellschaft
Venceremos!
VON FABIAN TWEDER

Ein sprödes Buch mit sperrigem Titel. Wer's hochwissenschaftlich mag, kann sich sechs Studien von sechs Autoren zum Thema »Ausländer in der DDR« zu Gemüte führen: Über Flüchtlinge und Vertriebene, die 1945 in die spätere DDR strömten, über die sowjetischen Streitkräfte, »die Freunde« genannt, über politische Emigranten, bspw. aus Spanien und Chile, über ausländische Studierende und Arbeitskräfte sowie über polnische Touristen in der DDR.

Den breitesten Raum nimmt die Sowjetarmee ein. Das reicht von der feierlichen Übergabe von DSF-Mitgliedsbüchern bis zu Manövern der »Waffenbrüderschaft« mit der NVA. Da sind die banalen sowjetischen »Neuerermethoden«, die verspottet wurden, z.B. die »Bassow-Methode« zur Erhöhung der Sicherheit am Arbeitsplatz. Im sächsichen Volksmund hieß sie Bass-uff-Methode: »Zwee arbeiten und vier bassen uff.« Die russischen Kasernen hatten auch ihr Gutes: Im »Magasin« gab es knuspriges Konfekt, das bei der DDR-Damenwelt sehr beliebt war.

Manchmal war auch »Polen offen«: Polnische »Schieber« fielen in ostdeutsche Centrum-Warenhäuser ein, und frönten dem »ungehemmten Großeinkauf«. Dies erboste die DDR-Bürger: »Die kaufen uns alles weg«. Mancherorts weigerten sich die Verkäufer, polnische Kunden zu bedienen.

Es geht im Buch um die Diskrepanz zwischen SED-Rhetorik und DDR-Realität. Nur eine halbe Seite behandelt die »Vertragsarbeiter« aus Vietnam, Kuba und Mosambik - ein bißchen wenig.

Christian Th. Müller, Patrice G. Poutrus (Hg.): Ankunft - Alltag - Ausreise. Migration und interkulturelle Begegnung in der DDR-Gesellschaft, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2005, geb., 314 S., Bestellen

 

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