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Ostbücher > Das wunderbare Jahr der Anarchie


Das wunderbare Jahr der Anarchie
Vorübung für Reform der BRD
VON FABIAN TWEDER

28. September 2009 · Ein seltsames Völkchen sind die Ostdeutschen: Erst ertrugen sie 40 Jahre die SED. Und dann, als es zum ersten Mal richtig lebendig und spannend wurde, warfen sie die selbsterrungene Freiheit gleich wieder weg.

Was aber nützt die schönste Freiheit, wenn man dafür kein »Westauto« kaufen kann? So fragten sich viele schon vor Weihnachten 1989. Was ist die Möglichkeit, seinen Chef selber zu wählen, gegen einen Mercedes? Was das Ausrufen einer Dorfrepublik gegen richtige D-Mark?

Ohne eigenes Westauto nützt der beste Chef nichts. Und umgekehrt, mit eigenem Westauto läßt sich jeder Chef ertragen. VW Golf hatte »die Partei« zwar schon importiert. Aber nur in begrenzter Stückzahl für »Privilegierte« - viel Unmut bei denen, die mit Trabis vorliebnehmen mußten.

Der normale Pkw-Kauf erschien selbst dem bravsten DDR-Bürger als Alptraum. Das wollte er »nicht nochmal 40 Jahre«.

Schon im März 1989 hatte ja die Westpresse als entscheidendes Ärgernis in der DDR ausgemacht: das Auto. Nicht Bananen, nicht Stasi, nicht Wahlfarce, nicht Sputnik-Verbot.

»Ich will meinetwegen mal ne große Reise machen, oder ich will, oder ich will eben ein Auto haben!« so ein junger DDRler im Film »Das Tor zur Freiheit« auf die Frage nach dem Warum des In-den-Westen-Wollens. »Reise«, »Auto« - kein Wort von Bananen.

»Banalisierte Lesart der Herbstrevolution '89«

Antje Taffelt, eine der Herausgeberinnen des »Wunderbaren Jahrs der Anarchie«, tischt aber die Bananen-Version auf: »Mit dem Appetit auf Bananen fing alles an, so die banalisierte Lesart der Herbstrevolution '89. Böse Zungen behaupten sogar, der Appetit auf die Südfrucht sei noch größer gewesen als die Sehnsucht nach Freiheit. Objekt der Begierde und Synonym für westliche Lebensverhältnisse: die Banane? Ohne Zweifel!«

Stellt sich das für Frauen wirklich so dar? »Zonen-Gaby (17) im Glück (BRD): Meine erste Banane« jedenfalls ist westdeutscher Ostler-Häme entsprungen.

Fest steht auch: Des Mannes Kultobjekt ist nicht die »Vereinigungsfrucht«, sondern das Auto. Beim Auto funkeln seine Augen, träumt er von »Abenteuer«. Und sage keine, »frau« bliebe davon unberührt. Die »banalisierte Lesart der Herbstrevolution« muß daher, will sie nicht äffisch sein, durch eine autorisierte Lesart ersetzt werden. Die autorisierte Lesart bleibt selbstverständlich ebenfalls banal.

Die Anarchie im Straßenverkehr

Was im Buch gar nicht vorkommt: Die tödliche Anarchie auf den DDR-Straßen der Nach-Wendezeit. Als die Volkspolizisten als »Repräsentanten des alten Systems« wie begossene Pudel dastanden, meinten viele Autofahrer, auch auf die StVO pfeifen zu können. Während sie mächtig aufs Gaspedal traten, überstieg die Zahl der Verkehrstoten schon in ein paar Monaten »Freiheit« die der Grenztoten von 40 Jahren. Besser konnte man den Slogan »Keine Gewalt« nicht ad absurdum führen.

Aber nicht nur die unbekümmerte Bleifuß-Anarchie, auch das Getümmel auf dem westdeutschen Gebrauchtwagenmarkt, leergefegt von PS-hungrigen Ossis, hat keinen Eingang ins Buch gefunden. Mit gutem Grund. Was wäre das schon für ein Vermächtnis? Was sollte daran »Mut machen«?

»Geschichten, die auch heute noch Mut machen können«

Denn das Herausgeber-Kollektiv wollte das Jahr 1989/90 keineswegs mit all seinen Facetten vorführen, sondern nur »Geschichten, die auch heute noch Mut machen können«. »Mut machen«, wofür?

Vorwort: »Auch wenn von den konkreten Vorstellungen aus der damaligen Zeit wenig überlebt hat, da im Herbst 1990 ein anderes, selbst dringend reformbedürftiges Gesellschaftskonzept an die Stelle des alten trat, und manch einer resigniert hat, haben viele den Geist jener Tage bewahrt.«

Übersetzung: Beitritt bedeutete, »vom Regen in die Jauche« kommen. Unreformierte BRD, auch der falsche Hut. Aber viele haben resigniert, obwohl sie den Geist jener Tage nicht vergessen haben.

»Reformbedürftig« hieße, daß es grundsätzlich stimmt, und nur dies und jenes justiert werden müßte. Kein Paradigmenwechsel, kein grundlegender Umbau nötig, lediglich evolutionäre Weiterentwicklung. Im Herbst '89 war zunächst auch nur von »reformierter DDR« die Rede, und als der Stein ins Rollen gekommen war, ging die Geschichte darüber hinweg, und es wurde eine »Revolution«.

»Widerspruchsgeist ist auch für eine demokratische Gesellschaft unerläßlich«, schreiben die Herausgeber. Gesetzt, die BRD wäre wirklich »eine demokratische Gesellschaft«, und keine bloße Scheindemokratie, wo die Politiker regieren, und die Konzerne herrschen. Auch dann wären Mehrheitsentscheidungen natürlich keine Garantie für Unfehlbarkeit. Im Gegenteil, sie garantieren geradezu für diverse Verirrungen.

BRD auch nur ein Koloß auf tönernen Füßen?

Aber ist - Reform und Revolution hin oder her - der verkorksten BRD, die ganz nebenbei zu den größten Waffenexporteuren der Welt zählt, wirklich mit denselben Methoden beizukommen wie dem SED-Staat? Läßt sich die brachiale Macht einer Wirtschaft, die den ganzen Planeten verwurstet, mit Demonstrationen und Kerzen aufknacken? Manches deutet freilich darauf hin, daß auch das westliche System nur ein Koloß auf tönernen Füßen ist - wie die DDR:

Im Oktober 2008 fehlte nicht viel, und das Weltfinanzsystem wäre kollabiert. Der Sturm auf die Banken in Deutschland konnte in letzter Minute nur durch eine Guthaben-Garantie der Bundesregierung abgewendet werden. Ob dem DDR-Bürger beim Sturm auf die Sparkasse genutzt hätte, beim Sturm auf Stasi-Quartiere geübt zu sein?

Die Rede war nicht vom Tag X, sondern von der Stunde Null. Schwerste Wirtschaftskrise seit 1945 oder gleich 1929, Staatsbankrott, Währungsschnitt, Countdown zum Kollaps, das waren die Schlagworte. Nichts schien unmöglich. Etliche hatten schon Zwieback und Salami gebunkert. Plötzlich stapelten sich die Nachrichten von geheimen Lebensmittellagern für den Notfall überall im Land. Was, wenn die Nahrungszufuhr in der BRD eines Tages tatsächlich zusammenbricht? Gibt es dann auch rührige Gemüsehändler mit Eigeninitiative wie Peter Voigt in Erfurt im Januar 1990?

Zur Erinnerung: Auch die DDR ging ja an ihrer Wirtschaft zugrunde. Dabei hatte die Auslandsverschuldung nur 20 Milliarden D-Mark betragen.

Ruhmreiche Abschaltung aller DDR-Kernkraftwerke

Zurück zum Buch: Welche Geschichten machen am meisten »Mut«? An erster Stelle steht zweifellos die ruhmreiche Abschaltung aller DDR-Kernkraftwerke. Der Physiker Sebastian Pflugbeil schildert auf sieben Seiten, wie er sich als Kurzzeitminister dahinterklemmte. GVS-Unterlagen, die er sich kommen ließ, geronnen zu einem Gutachten, das die Gefährlichkeit der ostdeutschen Anlagen vor Augen führte. Kein Rekonstruktionsplan half den Atomleuten, die Sache zu verschleppen. Das Aus für die KKW Greifswald und Rheinsberg kam noch vor dem Beitritt zur BRD. 2012 soll der Rückbau in Greifswald beendet und der Zustand »Grüne Wiese« erreicht sein. Damit hat der Osten dem Westen etwas ganz Entscheidendes voraus: den Ausstieg aus der verbrecherischen Produktion radioaktiver Abfälle, die noch für Jahrtausende bis über 1 Million Jahre von der Biosphäre isoliert gelagert werden müssen.

Spannend erzählt: die Gründung von Nationalparks, die der Biologe Michael Succow initiierte. Ein Wettlauf mit der Zeit, um die in aller Eile aus dem Boden gestampften Schutzgebietsverordnungen im Einigungsvertrag unterzubringen. Gerettet wurden so das Marienkäferparadies an der Müritz, die berühmten Kreidefelsen auf Rügen, die bizarren Schrammsteine in der Sächsischen Schweiz.

Was steht heute auf der Tagesordnung? Alle noch in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke im Westen stillegen, Flächenverbrauch und Artensterben in ganz Deutschland stoppen. Ohne entschlossenes, beherztes Vorgehen wie in der DDR 1990 wird da aber nichts zu löten sein.

»Es war zwar verboten, aber wir haben es trotzdem gemacht«

Nein, »Geschichten, die auch heute noch Mut machen« kann nicht das Auswahlkriterium Nr. 1 bei der Zusammenstellung des Buches gewesen sein. Wie könnte sonst der 4. November 1989 fehlen? Kein Geringerer als Friedrich Schorlemmer sah in der Alexanderplatz-Demonstration den Höhepunkt des Selbstbestimmungswillens der DDR-Bürger.

Auswahlkriterium Nr. 1 irgendwie: »Es war zwar verboten, aber wir haben es trotzdem gemacht«. War vorher alles staatlich »geleithammelt« (Rolf Henrich), strampelten sich die Leute im Herbst '89 frei, wurden unaufgefordert selber aktiv. Das war so neu, daß sich die Studentenzeitung der Humboldt-Universität einfach nur »Unaufgefordert« nannte. Beim Dresdner Pendant »ad rem« (lat. »zur Sache«) stand der Wille Pate, endlich nicht mehr um den heißen Brei herumzureden, sondern die eigenen Angelegenheiten selber zu regeln. Beide Studentenzeitungen, die im November bzw. Dezember 1989 erstmals erschienen, bleiben im Buch unerwähnt. Für den Umbruch in der Presselandschaft steht statt dessen exemplarisch »Die Andere Zeitung«, die bei BasisDruck erschien - nicht zu verwechseln mit der DAZ - Die Leipziger Andere Zeitung.

In die Kategorie »wir haben es trotzdem gemacht« fällt auch der Mauerfall am 9. November 1989. Denn das hatten sich die Oberen ja keineswegs so gedacht. Die Bürger waren die Akteure. Aber während die Alex-Demo ein Meilenstein war, entpuppte sich der Mauerfall sofort als Zäsur. Fortan verlagerte sich das Interesse der Leute vom Alex auf den Ku'Damm. Das Buch blickt jedoch nicht auf die schon oft beleuchteten Ereignisse in Berlin, sondern in die Thüringer Provinz, ins katholische Eichsfeld.

Im Gestus aus dem Rahmen fällt Volly Tanner mit seiner Matrosen-Story: Anfang September 1989, als es schon überall »kriselte«, meldete sich der Springinsfeld noch für drei Jahre zur Volksmarine: »Ich wußte, daß sächsische Mädchen scharf auf Matrosenuniformen waren, und da die DDR nicht gerade ein pluralistisches Pressesystem hatte, konnte man den jungen Damen alles Mögliche erzählen, um die horizontale Lebensweise aus ihnen herauszukitzeln.« Das zeigte sich als Kokolores, so daß der »Matrosen- und Soldatenrat«, der dann in einer winterlichen Raucherpause erstand, nur ein Ansinnen hatte: »Abkohlen«, die Dienstzeit verkürzen. »Die Befehlsgewaltigen versuchten es noch einmal auf die kuschelige, freundliche Weise, aber als auch das nichts fruchtete, knickten sie ein.« Ende August 1990 hatte Tanner das Zivilleben wieder.

Erst Ungehorsam, dann Anarchie

Die Zeitspanne, die das Buch umgreift, reicht von einer Nacht vor den Kommunalwahlen am 7. Mai 1989 bis unmittelbar vor den Beitritt am 3. Oktober 1990. Wie passen dabei Buchtitel und Untertitel zusammen? Vor dem 9. Oktober, der entscheidenden Leipziger Montagsdemo, brodelte der im Untertitel apostrophierte Zivile Ungehorsam. Anarchie stand da noch nicht auf der Tagesordnung. Im Gegenteil, die staatliche Repression wuchs von Tag zu Tag. Die Drohkulisse reichte bis hin zu knirschenden Panzerketten. Da saß die Macht noch im Sattel, da hatte sie die Zügel noch in der Hand. Mut brauchte, wer sich exponierte.

Erst nach dem 9. Oktober und endgültig mit Honeckers Rücktritt am 18. Oktober, war der Bann gebrochen. Als es hieß, die Polizei habe sogar schwangeren Frauen in den Bauch getreten, war ihre Autorität verspielt. Widersprichsgeist verwandelte sich in Eigeninitiative im Ergreifen der vielen Möglichkeiten, die sich plötzlich auftaten. Spontan sproß jene »Anarchie«, die im Buchtitel figuriert.

Einen Ehrenplatz nimmt der 9. Oktober im Buch deswegen nicht ein. Es ist aber mit 11 Seiten der längste Bericht. Sonst gibt es keine Heraushebung und auch keine Kapiteleinteilung. Alle Berichte folgen grob chronologisch aufeinander: Ketzerische Flugblätter zu Kommunalwahl (»kwählen«) oder illegaler Kundgebung (»was für ein leben?«), ein schwarzes Kreuz aus Stoffbahnen vor dem Haus, Galerie-Eröffnung, Stillegung eines Tagebaus, Knast-Revolte, Rundfunk-Redakteursräte, Rettung einer verfallenden Burg, Abschaffung der Staatsjagd, Armeeauflösung usw.

Deutung von »wunderbar« und »Aktion«

Im Unterschied zu Reiner Kunzes Buch »Die wunderbaren Jahre« von 1976 ist »wunderbar« hier keineswegs ironisch gemeint.

Es ist die Rede von »Meinungen aus dem Ladenbuch zur Aktion von Herrn Voigt, die noch ganz im DDR-typischen Ton seine 'Initiative' und 'Verkaufskultur' preisen«. Abgesehen davon, daß sich das »Ladenbuch« in der DDR »Kundenbuch« nannte. Warum »Aktion« die bessere Vokabel gegenüber »Initiative« sein soll, erschließt sich dem nicht, der den Nazi-typischen Ton im Ohr hat. »Aktion« gehörte zu den Lieblingstermini der Nazis: AB-Aktion, T4-Aktion, Aktion wider den undeutschen Geist, Juni-Aktion, Aktion Reinhardt.

»Die Angst muß konvertieren in Widerstand«

Ganz nebenbei erfährt der Leser kuriose Einzelheiten aus dem DDR-Leben:

  • daß Schostakowitsch im Gästeheim des Ministerrates zu Gohrisch sein Streichquartett Nr. 8 komponierte
  • daß der Pfarrer von St. Nikolai zu Leipzig am 9. Oktober 1989 im maßgeschneiderten Anzug »wie ein Manager« am Pult stand (»die Bügelfalte spielt mit dem blanken Schuh«) und ein Mann mit verschmutzter Brille über ein paar Bankreihen hinweg ausrief: »Die Angst muß konvertieren in Widerstand«
  • daß im Kino der Flottenschule »Walter Steffens« in Parow bei Stralsund jeden Donnerstag »Dirty Dancing« gezeigt und der Hauptdarsteller deshalb von den Matrosen weidlich gehaßt wurde
  • daß die Stasi nicht nur aus schiefen Kobolden wie Mielke bestanden hat, sondern auch aus imposanten Figuren wie dem Generalmajor Heinz Engelhardt in Frankfurt (Oder): »Irgendwann kam er mit wehenden Rockschößen, feinem Anzug, er roch angenehm und wirkte wie frisch rasiert. Ein Bild von einem Mann. Ich war richtig sauer, daß die Stasi so gut aussah. Engelhardt brillierte mit absoluter Professionalität, indem er uns mit seinem herablassenden Verständnis, das man für Leute parat hat, die man sowieso nicht ernst nimmt, aufs Subtilste demütigte.«

»Ja, ich will die DDR wiederhaben«

Zwar kam der Beitritt zur BRD, ein äußerst folgenreicher Schritt, nicht per Volksentscheid zustande, sondern durch die Volkskammer. Dem ging aber eine Wahl voraus, bei der die Wahlbeteiligung 93,4 % betrug - die höchste Beteiligung, die es je bei einer deutschen Wahl gab. Eine Sperrklausel existierte nicht.

Nach dem Beitritt sank der demokratische Standard deutlich: Warum aber schluckten die Neu-Bundesbürger eine Sperrklausel, die sie am 18. März 1990 niemals akzeptiert hätten? Warum ist das Grundgesetz immer noch »Grundgesetz«, und keine Verfassung mit Elementen direkter Demokratie? Wie steht es mit der nur auf dem Papier stehenden Gewaltenteilung? Längst überfällig ist, die Dritte Gewalt, die Justiz, als wirklich eigenständige Säule zu etablieren.

Das Buch mit seinen 37 Geschichten vom Bürger-Engagement macht klar: Wenn von der »DDR« die Rede ist, muß erst gefragt werden, von welcher DDR. Von der Honecker-DDR oder von der DDR des Herbstes '89? Für die DDR des Herbstes '89 ist der Wunsch gar nicht so abwegig: »Ja, ich will die DDR wiederhaben!«

Christoph Links, Sybille Nitsche, Antje Taffelt (Hg.): Das wunderbare Jahr der Anarchie - Von der Kraft des zivilen Ungehorsams 1989/90, Christoph Links Verlag, Berlin 2004, Neuauflage 2009, 240 S., S/W-Abb., Rücktitel · Bestellen · Kommentieren

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